Zum Finale ertönte Aida auf dem Kirchplatz



(Westdeutsche Zeitung, Lokales Kempen, 13.12.2004)

 

Für viele St. Huberter fängt die Adventszeit erst mit dem Weihnachtsmarkt im Herzen des Kendeldorfs so richtig an. Am Sonntag war es wieder so weit.

 

Von Cornelia Driesen

St. Hubert. Mit strahlende Kinderaugen nahmen die kleinen Kinderhändchen den Weckmann vom Nikolaus entgegen. Beim traditionellen Weihnachtsmarkt rund um die Pfarrkirche war der Besuch des Nikolaus am Sonntag ein Höhepunkt für Hunderte Kinder. Pünktlich um 15 Uhr kam der Nikolaus in seiner Kutsche auf den Kirchplatz vorgefahren. In seinem roten Bischofsgewand verteilte er rund 300 Rosinenmänner, gesponsert von den Bäckerein Oomen und Hoenen, an die wartenden Kinder.

 

"Das gibt es nur in St. Hubert", ist Michael Gehlen, Vorsitzender des Werbeund Bürgerrings und Organisator des Weihnachtsmarkes, stolz. "Deswegen sind wir extra aus Krefeld gekommen", erzählt Bianca Lambertz, während ihre Söhne Jonas (2) und Lukas (9) genüsslich in den Stuten beißen. Die gebürtige St. Huberterin möchte die Tradition ihrer Familie weiterführen und kommt jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt.

 

Vorweihnachtliche Atmosphäre boten bereits ab 11 Uhr die rund 40 Stände rund um die Pfarre. Mit Geschenkideen, Selbstgebasteltem und köstlichen Leckereien lockten sie trotz der klirrenden Kälte die Besucher an. "Freunde treffen, Glühwein trinken und das Bühnenprogramm machen den Markt zu etwas Besonderem", freut sich Waltraud Spohr auf den 3. Advent.

 

Zum Auftakt spielte der Quartettverein St. Hubert gegen 11.30 Uhr. Eine Stunde später trat erstmals der Chor "Da Capo" auf. Ein gemischtes Potpouri aus Weihnachtsliedern und Gospeln erwärmte viele Herzen. Gegen 14 Uhr zeigten rund 40 Kinder des Kindergarten St. Raphael ein kleines Krippenspiel.

 

"Der Weihnachtsmarkt gehört zu unserem Dörfchen einfach dazu", sind sich Doris Schwarzmann und ihr Mann Jochen einig. Weihnachten fange für ihre Familie erst am 3. Advent mit einem ausgiebigen Besuch des traditionellen Weihnachtsmarktes an. Ihre Tochter Carolin spielt mit dem Musikverein St. Hubert gerade auf der Bühne, während die beiden bei einem Glühwein den Weihnachtsklängen lauschen.

 

Spannend wurde es bei der Kendel-Kaart-Verlosung. Preise im Gesamtwert von 4375 Euro wurden ausgelobt. Carmen Killet freut sich über 500 Euro in Form der Einkaufs-Hubertis. Für 250 Euro darf Marlies Rüthen im Kendeldorf shoppen gehen. Und Ursula Leyers räumte den dritten Preis mit 125 Euro ab.

 

Zusätzlich wurden unter den 1300 Teilnahmekarten zehn T-Shirts verlost mit dem von Jürgen Pankarz gestalteten Motiv "Hier lebe ich gern". Unter www.st-hubert.de werden ab Mittwoch die Gewinner noch einmal aufgelistet.

 

Zum Abschluss des kleinen, aber feinen Weihnachtsmarktes präsentierte Heiko-Großmann eine ungewöhnliche Musicalshow. Zu Songs aus Joseph, Grease und Aida verkörperte der Sänger innerhalb von 15 Minuten unterschiedliche Charaktere. "Aber da man bekanntlich aufhören soll, wenn es am schönsten ist, freuen wir uns schon auf den 3. Advent 2005", so Gehlen.